Jahreswechsel – Zeit des Brauchtums und der Tradition

Kultur & Wissen
Mistelzweig
Von Weihnachtsmann und Christkind, über Hexen und Wichtel zu Rentieren und Co. Rund um Weihnachten und Silvester ranken sich allerlei Geschichten. Die Übergangszeit zwischen den Jahren bietet zudem jede Menge Platz, um in Erinnerungen zu schwelgen, Pläne zu schmieden und die Zukunft vorherzusagen. Kein Wunder, dass es so viele verschiedene Bräuche, Traditionen und Aberglaube rund um die Feiertage zum Jahreswechsel gibt. In diesem Artikel haben wir die spannendsten Brauchtümer zusammengetragen.

Böse Geister Ade

Wäsche waschen, besser lassen. Haben Sie davon auch schon gehört? Zwischen Weihnachten und Neujahr sollte man keine Wäsche waschen. Aber warum eigentlich? Beim Weihnachtsessen kleckert man sich schließlich leicht einmal auf das lang geplante Outfit. Das eigentliche Problem ist die aufgehängte Wäsche. Laut Aberglaube sollen sich böse Geister, die zwischen den Jahren umherwandeln, darin verheddern und aus Zorn Unheil und Pech über denjenigen bringen, der die Wäsche aufgehängt hat.

Rauchnächte

Was man noch tun und lassen sollte, um böse Geister und Pech fern zu halten? Vom 24. auf den 25. Dezember sollte keine glühende Kohle mehr in Herd oder Ofen sein. Der Mythos besagt, dass sonst der Teufel hineinfährt. Auch das Schneiden von Haaren und Fingernägeln während der Rauchnächte sollten Sie besser vermeiden, um kein Unglück heraufzubeschwören. Weihrauch und Weihwasser gelten als gute Mittel das Böse fernzuhalten. Um gemeinen Geistern und garstigen Hexen keine Möglichkeit zu geben auf Ihrem Besen davon zu reiten und ihr Unwesen zutreiben, sollten Sie Ihren Besen besser verstecken oder verkehrtherum in die Ecke stellen.

Krach machen erwünscht

Auch das Böllern und Krachen zu Silvester ist darauf zurückzuführen, dass böse Geister vertrieben werden sollten. Früher wurde jedoch nicht gezündelt, sondern einfach Krach mit verschiedenen Gegenständen gemacht.

Küsse, Unterwäsche und Hochzeitsorakel

Es hängt Liebe in der Luft

Auch für alle, die auf der Suche nach Liebe sind, gibt es passende Rituale zum Jahresende. So bringen Mistelzweige über der Tür nicht nur Glück, sondern geben auch Anlass zum Küssen für alle, die darunter aufeinandertreffen.

Wer „Ja“ sagen will

Für heiratswillige Damen steht ein vermutlich aus Bayern stammendes Orakel bereit: Dazu wirft man ganz einfach im Garten vorm Haus den linken Pantoffel über die rechte Schulter. Zeigt die Spitze des Hausschuhs vom Haus weg, stehen die Chancen auf eine Hochzeit im neuen Jahr gut.

Kleine Entscheidungshilfe

Wer sich hingegen zwischen zwei LiebhaberInnen nicht entscheiden kann stellt Anfang Dezember am Barbara Tag zwei frischgeschnittene Kirschzweige ins Wasser, beschriftet mit den Namen der Liebsten. Der Zweig, der zuerst zu blühen beginnt, zeigt an wer der/die Richtige ist.

Geschenkte Dessous

Wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für einen lieben Menschen ist, aufgepasst: An Silvester rote Unterwäsche zu tragen soll Liebe, Gesundheit, Erfolg und Glück fürs folgende Jahr bringen. Allerdings nur, wenn die Unterwäsche geschenkt und nicht selbst gekauft ist!

Regionale Bräuche

Traditionen am Meer

Im neuen Jahr neues wagen! An Nord- und Ostsee wird beim Neujahrsbaden ins neue Jahr gestartet mit einem Sprung ins kalte Wasser. Wortwörtlich! Beim Baden im eiskalten Wasser lässt sich der Kater vom Vorabend prima vertreiben. Für zusätzlichen Spaß sorgen außergewöhnliche Baderoben in Form von kreativen Kostümen. Sie haben Lust die Travel Charme Hotels und Resorts an der Ostsee zwischen den Jahren zu besuchen und selbst ins neue Jahr zu tauchen? Dann buchen Sie jetzt Ihren Aufenthalt an der Ostsee und bringen Sie Ihr Silvester zum Funkeln mit unseren Angeboten.

Traditionen in den Bergen

Auch in Österreich gibt es ganz spezielle Traditionen rund um die Feiertage. Hier wird es an Silvester zum Beispiel klangvoll. So läuten um Mitternacht an Silvester alle Glocken, allen voran natürlich die Pummerin (Glocke des Stephansdoms in Wien). Nach dem Geläute wird traditionell der Donauwalzer gespielt und getanzt. Weltbekannt ist außerdem das Neujahrkonzert der Wiener Philharmoniker, das in viele Länder sogar im Fernsehen übertragen wird.

Auch in Österreich werden böse Geister vertrieben mittels dem sogenannten Räuchern. Auf einem kleinen Untersetzer werden glühende Kohlen mit Weihrauch oder Kräutern gemischt. Dieses Gemisch wird durch alle Zimmer des Hauses getragen und der Rauch verteilt, damit gemeine Geister fernbleiben.

Ein besonders außergewöhnlicher Brauch ist das Frauentragen, auch Josephtragen oder Herbergssuche genannt. Der auf christlicher Theologie beruhender Brauch bringt an den letzten 9 Abenden vor Weihnachten Freunde und Bekannte zusammen. Jeden Abend wird ein Bildnis der Heiligen Familie von einer anderen Familie beherbergt und diese lädt zum Beisammen sein ein. Die letzte Familie gewährt dem Bild, das für die heilige Familie stehen soll, bis Maria Lichtmess Unterkunft. Sie wollen den weihnachtlichen Charme Österreichs diesen Winter voll genießen? Dann buchen Sie jetzt einen Aufenthalt in den Travel Charme Hotels und Resorts in Österreich und erkunden Sie ein wahres Winterwunderland.

Noch mehr Weihnachtsstimmung

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Wir freuen uns, Sie allerorts herzlich begrüßen zu dürfen!

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