Sterne, Sternschnuppen & Perseiden – Sommerzeit ist Zeit zum Sterne zählen

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Berge bei Nacht. Sternhimmel
Dunkelheit. Weit und breit kein einziges Licht. Und dann ein heller Lichtstreif, der über den Himmel flitzt: Eine Sternschnuppe. Haben Sie sich etwas gewünscht? Pssst, nicht verraten, sonst geht der Wunsch nicht in Erfüllung! Bereits seit Jahrtausenden sind Menschen vom Himmel und seinen Himmelskörpern fasziniert. Besonders die Sterne haben es uns angetan. Wir greifen nach den Sternen, unsere Zukunft steht in ihnen und wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich was wünschen. Warum Sie besonders jetzt im Sommer die Augen auf den Nachthimmel richten sollten und was dort zu sehen ist erfahren Sie in unserem heutigen Blogartikel.

Was sind eigentlich Sterne?

Einfach gesagt: Sterne sind Kugeln aus Gas. Im Inneren dieser Gaskugeln ist es mehrere Millionen Grad Celsius heiß. Diese Hitze bringt das Gas zum Glühen und Leuchten. Das Licht der Sterne ist so stark, dass man es auf der Erde sehen kann, obwohl die Sterne viele Billionen Kilometer entfernt sind. Diese Entfernung ist auch der Grund dafür, dass Sie die Sterne lediglich als kleine Lichtpunkte wahrnehmen. In Wirklichkeit sind Sterne nämlich riesengroß! So haben selbst kleinste Sterne etwa den zehnfachen Durchmesser der Erde. Ein Stern, der der Erde im Vergleich zu allen anderen sehr nah ist, ist die Sonne. Sie erscheint als helle Scheibe am Himmel und hat einen Durchmesser, der etwa einhundert Mal so groß wie der der Erde ist.

Und was ist mit Sternschnuppen?

Sind Sternschnuppen tatsächlich fallende Sterne? Nein, Sternschnuppen sind weder fallende Sterne, noch Teile von Sternen. Sie entstehen, wenn die Erde eine alte Schweifspur eines Kometen kreuzt. Die winzigen Staubteilchen dieser Kometenspuren erreichen beim Eintritt in die Erdatmosphäre hohe Geschwindigkeiten, die eine starke Reibung erzeugen und so die Atome unserer Atmosphäre zum Leuchten bringen. Was Sie sehen ist meist nicht das Teilchen selbst, sondern nur ein „Leuchtkanal“, der die Bewegungspur der Sternschnuppe nachzieht. Da die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne immer wieder auf dieselben Kometenspuren trifft, treten viele Meteor-Ströme periodisch zum selben Datum auf.

Reicher Sternschnuppenregen im Juli und August

Jedes Jahr in den Sommermonaten Juli und August bieten laue Sommernächte die perfekte Kulisse für ein spektakuläres Naturereignis: Den Perseiden-Schauer. Vom 17. Juli bis 24. August flitzen dieses Jahr zahlreiche Sterneschnuppen durch die Dunkelheit. Ursache dafür ist, dass die Erde auf ihrer Umlaufbahn der ehemaligen Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle sehr nah kommt. Das Maximum erreicht der Perseiden-Schauer in der Nacht auf den 13. August: Hier fliegen hundert bis dreihundert Sternschnuppen in der Stunde. Jedoch sieht man die Schnuppen nur gut, wenn es möglichst dunkel ist. Da dieses Jahr leider das Maximum mit dem Vollmond zusammenfällt, werden in den Nächten Ende Juli und Anfang August mehr Perseiden zu sehen sein als am Maximumstag.

Beobachtungstipps für ein Sterne-Erlebnis

  1. Das passende Wetter: Laue, klare Sommernächte laden geradezu dazu ein, es sich unter freiem Himmel gemütlich zu machen und den Blick über das Himmelszelt gleiten zu lassen. Basis für eine tolle Nacht unter den Sternen ist deswegen eine gute Wettervorhersage. Dabei spielt nicht nur die Temperatur eine Rolle, sondern z.B. auch die Bewölkung. Weitere Indizien können Luftfeuchtigkeit, Windrichtung, Windstärke und Luftfeuchtigkeit sein.
  2. Wohlig, warm, gemütlich: Auch, wenn die Nächte im Sommer oft lau sind, kann es nachts auf Dauer sehr kühl werden. Sorgen Sie für warme Kleidung, Decken und einen gemütlichen Platz auf der Picknickdecke oder einer Liege. In den Weiten des Himmels kann man sich schon einmal verlieren und die Zeit vergessen, da sollte es möglichst bequem und nicht zu kühl sein.
  3. Ans Dunkel gewöhnen: Das menschliche Auge ist ein wahres Hochleistungsorgan, das selbst mit sehr dunklen Verhältnissen zurechtkommt. Jedoch brauchen unsere Augen einige Zeit bis sie sich an die Dunkelheit gewöhnen. Wer während der Sternenbeobachtung etwas Licht benötigt sollte am besten rote Lampen verwenden, diese beeinträchtigen die Nachtsicht nicht.
  4. Den Mond bedenken: Das Licht des Mondes kann die Sicht auf die Sterne erschweren. Deswegen sollten Sie immer, wenn Sie planen Sterne zu beobachten den Mondzyklus im Blick haben. Besonders geeignet ist die Dunkelheit von Neumond-Nächten. Bei hellem Licht des Vollmonds ist es hingegen schwieriger Sterne zu betrachten.

Der richtige Ort – Hier stehen die Sterne tatsächlich günstig

Sterne erscheinen am hellsten, wo es am dunkelsten ist. Deswegen eignen sich prinzipiell Orte mit einer möglichst geringen Lichtverschmutzung zum Sterngucken. Im deutschsprachigen Raum gibt es einige Dark-Sky-Gebiete, in denen die Lichtverschmutzung gering und das Sterne-Erlebnis umso schöner ist. So bietet z.B. Usedom einen atemberaubenden Blick auf das Firmament. Hier treffen funkelnder Sternenhimmel und aufbrausende Ostsee aufeinander. Buchen Sie jetzt Ihren Aufenthalt im Standhotel Bansin oder im Strandidyll Heringsdorf und lassen Sie sich von Himmel und Ostsee verzaubern!

Tipp: In der Sternwarte Heringsdorf erfahren Sie bei spannenden Audiotouren mehr über die Sterne und Astronomie!

Auch Gebirgslandschaften eignen sich besonders für das Beobachten von Sternen. Inmitten Österreichs Alpen im Fürstenhaus am Achensee, dem Bergresort Werfenweng und im Ifen Hotel Kleinwalsertal finden Sie den perfekten Ausganspunkt, um den Sternen nah zu sein.

Wir freuen uns darauf, Sie bei uns begrüßen zu dürfen!

Tipp: Lesen Sie HIER alles über Wolken.

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