Mythos Schokolade – 5 Mythen über Schokolade auf dem Prüfstand

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Bruch von weißer, dunkler und Vollmichschokolade
Zartschmelzende Vollmilchschokolade, feinste weiße Schokolade mit ganzen Nüssen oder knackige Zartbitterschokolade mit Meersalz – für Naschkatzen bietet Schokolade eine Fülle an Möglichkeiten des Genießens. Am 07. Juli, dem internationalen Tag der Schokolade, wird weltweit ein Ehrentag für die kakaohaltige Nascherei zelebriert. Doch macht uns Schokolade tatsächlich glücklich? Und was passiert mit den übriggebliebenen Schoko-Weihnachtsmännern nach den Feiertagen? Diese und weitere spannende Mythen über Schokolade haben wir für Sie auf den Prüfstand gestellt.

Mythos 1 – Schokolade macht glücklich

Schokolade macht glücklich – vermutlich hat diesen Satz schon jeder in seinem Leben gehört. Doch kann uns diese süße Nascherei tatsächlich in Glückzustände versetzen? Tatsächlich enthält Schokolade zwar Inhaltsstoffe wie das Glückshormon Serotonin, allerdings in so geringer Konzentration, dass sie sich nicht auf uns und unser Gehirn auswirken. Um eine Wirkung aufgrund der Inhaltsstoffe messen zu können, müsste man massenweise Schokolade vertilgen – was früher oder später zu Übelkeit führen würde. Der Hauptbestandteil von Schokolade, nämlich Zucker, kann allerdings einen Belohnungsmechanismus im Gehirn aktivieren. Zudem verbinden wir mit dem Geschmack und Geruch von Schokolade häufig positive Emotionen und Erfahrungen. So erinnert uns Schokolade an Weihnachten, an eine bestandene Prüfung oder das Dankeschön eines lieben Menschen. In traurigen Momenten greifen wir instinktiv zur Schokolade, um uns so unbewusst auf die guten Erinnerungen zu berufen.

Das vorhandene Glücksgefühl beim Verzehr liegt also eher am leckeren Geschmack, der cremigen Konsistenz und unserer psychologischen Natur.

Mythos 2 – Übrige Weihnachtsmänner werden eingeschmolzen und zu Osterhasen

Bei dieser Aussage handelt es sich um ein reines Gerücht! Das deutsche Lebensmittelrecht verbietet es nämlich einmal ausgelieferte Schokolade zurückzunehmen und neu zu verarbeiten. Eingeschmolzene Schokolade ist weniger hygienisch und würde auch nicht mehr so gut schmecken. Zudem wäre es für die Firmen einfach zu teuer alte Ware einzusammeln, einzuschmelzen und neu zu verpacken. Haben die Firmen gut kalkuliert, bleiben nach dem Weihnachtsgeschäft idealerweise kaum Weihnachtsmänner übrig. Bleiben doch welche übrig werden sie mit Preisnachlässen nach Weihnachten verkauft oder an die Tafel und ähnliche Einrichtungen gespendet.

Mythos 3 – Schokolade enthält Koffein und hält wach

Abhängig von der Schokoladensorte enthält Schokolade in der Tat eine Art Koffein – das Theobromin. Dieses anregende Alkaloid ist strukturverwandt mit Koffein und wirkt sich ähnlich auf das Wachsein aus. 100g dunkler Schokolade mit einem Kakaogehalt zwischen 45% und 59% enthalten etwa so viel Theobromin wie 100ml Filterkaffee. Dabei gilt: Je höher der Kakaogehalt, desto höher der Theobromingehalt. Wer empfindlich auf Stoffe wie Koffein oder Teein reagiert, sollte besonders abends mit dem Konsum von Schokolade vorsichtiger sein.

Mythos 4 – Schokolade fürs Herz

Laut einer britischen Studie kann Schokolade das Risiko eines Herzinfarktes senken. Für diesen positiven Effekt sorgen bestimmte Inhaltsstoffe im Kakao wie z.B. Flavonoide. Sie wirken sich positiv auf die Elastizität der Blutgefäße und den Blutdruck aus. Es gilt: Je höher der Kakaoanteil einer Schokolade, desto mehr gesunde Stoffe. Die Wirkung ist jedoch relativ gering! Deshalb kompensieren besonders bei Schokolade mit geringem Kakaoanteil die gesundheitlich negativen Folgen der Nascherei durch Zucker und Fett die positive Wirkung.

Mythos 5 – Dunkle Schokolade ist gesund

Wenn schon Schokolade, dann dunkle Schokolade. Stimmt das? Was ist an der Behauptung dran, dass dunkle Schokolade die gesunde Alternative zu Milchschokolade ist?

Fakt ist, dass dunkle Schokolade deutlich weniger Zucker enthält als Milchschokolade oder weiße Schokolade. Dass Zucker sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt, ist mittlerweile wohl bekannt. Je höher der Kakaoanteil und je niedriger der Zuckeranteil, desto gesünder also! Kakao gilt nämlich als sehr gesund! So enthält er Ballaststoffe, Antioxidantien und Vitamin D sowie Magnesium, Kupfer, Eisen und Zink. Die bereits erwähnten Flavonoide sind nicht nur gut für das Herz-Kreislauf-System, sondern können laut einer Studie der Universität Michigan auch Krebszellen bekämpfen. Allerdings kann bei der Produktion dunkler Schokolade auch allerlei Ungesundes wie z.B. billige Ersatzfette landen. Die Qualität der Schokolade ist also entscheidend. Ein gutes Indiz für Qualität der Schokolade ist eine eher kurze Liste an Inhaltsstoffen. Werden hingegen Stoffe wie Sojalecithin, Aromen und Ersatzfette aufgeführt ist das eher schlecht.

Achtung: Der positive Effekt von dunkler Schokolade soll bei gleichzeitigem Genuss von Milch neutralisiert werden.

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Gothisches Haus Wernigerode mi Blick vom Marktplatz

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