Frisch geerntet – Das Gemüse 1×1

Allgemein
Gurke wächst in Gemüsebeet
Knackige Karotten, fleischige Tomaten und frischer Salat: Gemüse steht für frisches, gesundes und vitaminreiches Essen. Es selbst anzupflanzen ist leichter als man vermutet und zudem jeden Aufwand wert. Frisch geerntete Zucchini, Kartoffeln und Co. schmecken so viel leckerer als das gekaufte Gemüse aus dem Supermarkt. Jede Ernte aus dem eigenen Gemüsebeet wird zum kleinen Erfolgserlebnis. Welche Gemüsesorten sich für Anfänger eignen, was Sie beim Anbauen beachten sollten und wie Sie Gemüse auch mit wenig Platz selbst anpflanzen können erfahren Sie hier.

Die Wahl der Gemüsesorten

Gemüseanbau ist auch für Einsteiger mit wenig Aufwand möglich. Beispielsweise gelten Radieschen, Bohnen, Kohlrabi, Zwiebeln, Spinat, Zucchini, Zuckererbsen und Rote Beete als relativ pflegeleicht und sind somit auch besonders für Anfänger ohne besonderes Vorwissen gut geeignet. Um einem Krankheits- oder Schädlingsbefall vorzubeugen, sollten Sie sich für robuste Gemüsesorten entscheiden und Ihre Wahl an die Klimaverhältnisse anpassen. Zu niedrige oder stark schwankende Temperaturen können schnell das Aus für viel Gemüsesorten bedeuten. Sorten wie Pastinaken, Feldsalat und Lauch vertragen aber auch Temperaturen unter null Grad.
Empfehlenswert sind auch alte Gemüsesorten, die sich über Generationen hinweg an die Bedingungen einer Region angepasst haben. Sie vertragen klimatische Bedingungen wie Kälte, Nässe oder Trockenheit besser. Zudem enthalten alte Sorten eine größere Bandbreite an sekundären Pflanzenstoffen. Diese schützen das Gemüse vor Fressfeinden und wirken gesundheitsfördernd. Viele alte Gemüsesorten wirken antioxidativ und können so das Risiko für einige Krebsarten senken. Außerdem können sie entzündungshemmend und positiv auf das Immunsystem, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel wirken.

Den richtigen Standort wählen

Gemüsebeete sollten am besten an einem vollsonnigen Platz angelegt werden, da Gemüse zum Wachsen viel Sonne benötigt. Die Fläche sollte dabei mindestens 4 bis 5 Stunden Sonne abbekommen. Zudem sollte das Gemüsebeet zwar luftig liegen, aber trotzdem Windgeschützt sein.

Tipp:

Als Windschutz eignet sich eine äußere Bepflanzung mit Beerensträuchern. So kann man sich zusätzlich auch noch auf beerige Ernte freuen.
Da lehmiger Boden Feuchtigkeit und Nährstoffe gut speichert ist er besonders geeignet für den Gemüseanbau. Dabei ist darauf zu achten, dass der Boden locker und gut durchwurzelbar ist. Steiniger und trockener Boden sind weniger ideal für das Wachstum des Gemüses. Ist der Boden in Ihrem Garten unbrauchbar, sind rückenschonende Hochbeete eine gute Alternative.

Tipp:

Achten Sie darauf, dass sich in der Nähe Deines Beetes ein Wasseranschluss befindet. Das erleichtert Ihnen an trockenen Tagen das Gießen.

Die Planung Ihres Gemüsebeets

Wollen Sie ein eigenes Gemüsebeet anlegen, sollten Sie darauf achten eine Breite von 120 bis 130 cm nicht zu überschreiten. So ist garantiert, dass Sie von den Seiten problemlos auch zur Mitte des Gemüsebeetes gelangen.
Kombiniert man in sogenannten Mischkulturen die richtigen Pflanzen in einem Beet, profitieren Wachstum und Gesundheit der Pflanzen davon. Sie sollten Pflanzen unterschiedlicher Pflanzenfamilien zusammensetzen, damit dem Boden nicht einseitig Nährstoffe entzogen werden. Außerdem vermeiden Sie so, dass sich Krankheiten und Schädlinge einfach übertragen. So sollten Karotten und Petersilie nicht nebeneinander gepflanzt werden, da sie beide der Familie der Doldenblütler angehören. Achten Sie zudem darauf, dass die Pflanzen Ihrer Mischkultur verschiedene Kulturzeiten haben, damit innerhalb des Gartenjahres unterschiedliche Pflanzen am selben Standort wachsen können.

Tipp:

Kräuter und Blumen eignen sich ideal für Mischkulturen, da sie Schädlinge vertreiben und nützliche Insekten anziehen, die die Pflanzen bestäuben.

Nachhaltig anbauen

Damit der Gemüseanbau viele Jahre Ertrag bringt, sollten Sie beim Anbau auf die Fruchtfolge achten. Gemäß dem Nährstoffbedarf der Nutzpflanzen, bauen Sie dabei nach einer bestimmten Abfolge an. Teilen Sie dazu am besten das Beet in vier Flächen ein und lasse die Kulturen jeder Gruppe jährlich einen Platz weiterwandern. So verhindern Sie, dass der Boden einseitig ausgelaugt wird. Man unterscheidet in Starkzehrer (z.B. größere Kohlsorten, Gurken, Zucchini, Lauch), Mittelzehrer (z.B. Salate, Spinat, Radieschen, Zwiebeln) und Schwachzehrer (z.B. Bohnen, Erbsen und einige Kräuter).

Platzsparend Anbauen auch auf dem Balkon

Auch mit wenig Platz lassen sich auf dem Balkon viele Gemüsesorten problemlos anbauen. Ausreichend große Kübel und Pflanzbeutel eignen sich besonders gut für den platzsparenden Gemüseanbau. Von Tomaten, Gurken, Paprika über Sellerie, Karotten, Salat und Radieschen bis hin zur Süßkartoffel ist alles auch auf dem Balkon möglich.
Zu beachten ist, dass der Wasserbedarf von Balkongemüse oft höher ist, weil ein geringeres Erdvolumen die Pflanzen an sonnigen Tagen schnell austrocknen lässt. Es sollte ein Substrat verwendet werden, das Feuchtigkeit gut speichert. Außerdem sollten die Pflanzgefäße ausreichend groß gewählt werden. Um Staunässe vorzubeugen sind Pflanztöpfe mit bodennahen Löchern optimal. Besonders tiefe Pflanzbehälter benötigen Sie für Wurzelgemüse wie z.B. Rote Bete.

Mehr für echte Pflanzenfans

Haben Sie Ihren grünen Daumen entdeckt? Dann informieren Sie sich jetzt in unserem Kräuter 1×1 darüber, wie Sie Ihr eigenes Kräuterbeet anlegen. Auf unserem Blog erfahren Sie außerdem, was den Bärlauch zu einem echten Multitalent macht.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Gemüse anbauen und eine reiche Ernte!

Weitere Artikel